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Er ist zu Fuß aus Afghanistan geflohen - und wurde in Polen monatelang eingesperrt. Nur, weil er auf der Suche nach Schutz war.
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08. September 2022

Liebe Freundinnen und Freunde,
                                 
Menschenrechte gelten für alle. Niemand darf unmenschlicher Behandlung unterworfen werden. Jeder und jede hat das Recht auf ein Leben in Würde. Wer um Schutz bittet, muss ein faires Verfahren erhalten. All das ist in unseren Gesetzen und Konventionen festgeschrieben. Und all das wird tagtäglich in Europa missachtet. Und wir haben uns leider daran gewöhnt - aber genau das darf nicht passieren!

Ich habe deshalb heute eine Bitte: Nehmt Euch ein paar Minuten Zeit und schaut Euch dieses Video von Rohim* an. Rohim ist aus Afghanistan geflohen. Zu Fuß. Heute ist er in Sicherheit, aber was ihm mitten in Europa widerfahren ist, wird er nie vergessen können. Und er hat Angst davor, zurück nach Polen geschickt zu werden. Deshalb unterstützen wir ihn über unseren Rechtshilfefonds.

»Ich war Nummer 87« - Die bewegende Geschichte von Rohims Flucht
Menschenrechte verteidigen, Flüchtlinge schützen!
So wie Rohim ergeht es Tausenden. Wir möchten das nicht mehr einfach hinnehmen. Deswegen haben wir ein Rechercheprojekt gestartet und dokumentieren die Erlebnisse von Geflüchteten, die an der polnisch-belarussischen Grenze Opfer von brutaler Gewalt wurden. Und wir stehen an der Seite derjenigen, die unmittelbar vor Ort für die Menschenrechte einstehen. Deshalb geht unser diesjähriger Menschenrechtspreis an die Anwältin Marta Górczyńska und die polnische Helsinki Foundation for Human Rights.

Sie gehören zu den vielen Organisationen in ganz Europa, mit denen wir zusammenarbeiten und die wir fördern. All das ist uns aber natürlich auch nur dank Eurer Unterstützung möglich. Wir freuen uns daher über jede Spende für unseren gemeinsamen Kampf für die Einhaltung der Menschenrechte. Für alle.

Vielen Dank!
Karl Kopp, Leiter der Europaabteilung von PRO ASYL

*Name geändert, da Rohim noch keinen sicheren Aufenthaltsstatus hat. Daher tritt er im Video auch nur anonym auf.
Unsere Preisträgerin 2022: Marta Górczyńska
»Wir verstehen die Auszeichnung als ein Zeichen von großer Solidarität in Zeiten, in denen die polnische Regierung immer stärker versucht, diejenigen zu kriminalisieren, die Menschen an der Grenze helfen«, sagt Marta Górczyńska bei der Preisverleihung am Samstag in Frankfurt, bei der sie für ihr unermüdliches Engagement geeehrt wurde.
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